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WB Schulhaus Betlehemacker Bern2016 - Dennis Knabe Architekt
DENNIS KNABE

Knabe Architekten GmbH Hafenstrasse 25a
4057 Basel

061 508 11 65
info@knaa.ch

Impressum

Teilneubau Volksschule Betlehemacker, Bern

Anonymer einstufiger Projektwettbewerb im offenen Verfahren

In Kollaboration mit Matthias Welp und Manuel Aust

Landschaft: Mettler Landschaftsarchitektur AG
Tragwerk: Gruner Lüem
Holzbau: Hürzeler Holzbau
Haustechnik: Aichner, De Martin Zweng

Die Erweiterung der Schulanlage Bethlehemacker versteht sich als sorgfältige Fortschreibung eines architektonisch und bildungshistorisch bedeutenden Ortes. Die bestehende Anlage – ein Zeugnis der Pavillonschulbauten der 1950er-Jahre von Oskar und Claire Rufer – verkörpert eine Reformidee, die Raumstruktur, Massstab und Atmosphäre erstmals konsequent auf die Bedürfnisse von Kindern ausrichtete. Diese Haltung bildet den konzeptionellen Ausgangspunkt für die heutige Transformation, die Alt und Neu in einen respektvollen Dialog bringt.

Städtebaulich ist der Neubau präzise gesetzt: als Vermittler zwischen der feingliedrigen Bestandsstruktur und den grossmassstäblichen Wohnbebauung des umgebenden Quartiers. Seine klare Volumetrie und bewusst gewählte Distanz bewahren die Integrität des Ensembles und stärken dessen räumliche Lesbarkeit. Der südlich gelegene Schulgarten bleibt unangetastet – nicht nur als landschaftliches Relikt, sondern als aktiver Beitrag zur Naherholung und Quartiersvernetzung.

Im Innern folgt der Neubau einem offenen Lernverständnis. Die Architektur schafft keine starren Klassenzimmer, sondern bietet eine räumlich gegliederte Lernlandschaft, die Rückzug und Begegnung gleichermassen ermöglicht. Eine zentrale Erschliessung vernetzt alle Bereiche und wird durch leichte, holzverkleidete Raummodule rhythmisiert. Gruppenräume, Loggien und vielfältig kombinierbare Zonen erlauben einen dynamischen Unterricht im Wechselspiel von Struktur und Offenheit.

Das Konzept der Gesamtanlage setzt auf respektvolle Eingriffe: Bestehendes bleibt lesbar, Neues wird gezielt eingefügt. Haus 109 wird als administrativer Knotenpunkt gestärkt, neue Vorplätze schaffen klare Orientierungen im Aussenraum. Die Sekundarstufe nutzt die historischen Pavillons, während der Neubau die Primarstufe beherbergt – ein räumlich und pädagogisch abgestimmtes Zusammenspiel. Der Aussenraum wird als durchgängiges Bewegungs- und Begegnungsfeld gelesen. Vorhandene Qualitäten bleiben erhalten, neue Freiräume gezielt ergänzt. Das Ergebnis ist ein zusammenhängendes schulisches Milieu, das Identität stiftet, Durchlässigkeit schafft und den Bildungsort konsequent im Quartier verankert.

Teilneubau Volksschule Betlehemacker, Bern

Anonymer einstufiger Projektwettbewerb im offenen Verfahren

In Kollaboration mit Matthias Welp und Manuel Aust

Landschaft: Mettler Landschaftsarchitektur AG
Tragwerk: Gruner Lüem
Holzbau: Hürzeler Holzbau
Haustechnik: Aichner, De Martin Zweng

Die Erweiterung der Schulanlage Bethlehemacker versteht sich als sorgfältige Fortschreibung eines architektonisch und bildungshistorisch bedeutenden Ortes. Die bestehende Anlage – ein Zeugnis der Pavillonschulbauten der 1950er-Jahre von Oskar und Claire Rufer – verkörpert eine Reformidee, die Raumstruktur, Massstab und Atmosphäre erstmals konsequent auf die Bedürfnisse von Kindern ausrichtete. Diese Haltung bildet den konzeptionellen Ausgangspunkt für die heutige Transformation, die Alt und Neu in einen respektvollen Dialog bringt.

Städtebaulich ist der Neubau präzise gesetzt: als Vermittler zwischen der feingliedrigen Bestandsstruktur und den grossmassstäblichen Wohnbebauung des umgebenden Quartiers. Seine klare Volumetrie und bewusst gewählte Distanz bewahren die Integrität des Ensembles und stärken dessen räumliche Lesbarkeit. Der südlich gelegene Schulgarten bleibt unangetastet – nicht nur als landschaftliches Relikt, sondern als aktiver Beitrag zur Naherholung und Quartiersvernetzung.

Im Innern folgt der Neubau einem offenen Lernverständnis. Die Architektur schafft keine starren Klassenzimmer, sondern bietet eine räumlich gegliederte Lernlandschaft, die Rückzug und Begegnung gleichermassen ermöglicht. Eine zentrale Erschliessung vernetzt alle Bereiche und wird durch leichte, holzverkleidete Raummodule rhythmisiert. Gruppenräume, Loggien und vielfältig kombinierbare Zonen erlauben einen dynamischen Unterricht im Wechselspiel von Struktur und Offenheit.

Das Konzept der Gesamtanlage setzt auf respektvolle Eingriffe: Bestehendes bleibt lesbar, Neues wird gezielt eingefügt. Haus 109 wird als administrativer Knotenpunkt gestärkt, neue Vorplätze schaffen klare Orientierungen im Aussenraum. Die Sekundarstufe nutzt die historischen Pavillons, während der Neubau die Primarstufe beherbergt – ein räumlich und pädagogisch abgestimmtes Zusammenspiel. Der Aussenraum wird als durchgängiges Bewegungs- und Begegnungsfeld gelesen. Vorhandene Qualitäten bleiben erhalten, neue Freiräume gezielt ergänzt. Das Ergebnis ist ein zusammenhängendes schulisches Milieu, das Identität stiftet, Durchlässigkeit schafft und den Bildungsort konsequent im Quartier verankert.