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WB Gemeindehaus und Freiraumgestaltung Dorfkern Lindau 2021 - Dennis Knabe Architekt
DENNIS KNABE

Knabe Architekten GmbH Hafenstrasse 25a
4057 Basel

061 508 11 65
info@knaa.ch

Impressum

Gemeindehaus und Freiraumgestaltung Dorfkern Lindau

Anonymer einstufiger Projektwettbewerb im offenen Verfahren

Landschaft: Antje Gamert – Architektur und Landschaft
Tragwerk: wh-p Ingenieure
Visualisierung: Moritz Wahl

Der Entwurf für das neue Gemeindehaus in Lindau übersetzt das ortsspezifische Gefüge des Dorfkerns in eine eigenständige, aber selbstverständlich wirkende Figur. Ausgehend von der historischen Rolle Lindaus als ‘Knotenpunkt’ fragt der Baukörper nach einer Geste, die gleichermassen den Ort des Zusammentreffens wie auch des Verzweigens markiert. Entstanden ist ein allseitiges Haus – ein Haus ohne Rückseite. Durch das symmetrische Abwinkeln der Schmalseiten wird ein längs-rechteckiger Stadtbaustein zu einem sechseckigen Volumen transformiert. Es entsteht eine Vervielfachung der Schaufassaden, die sich gleichwertig in alle Richtungen orientieren und auf die unterschiedlichen Nachbarschaften reagieren.

 

Vier Giebelseiten adressieren markante Punkte im Dorf: den Festplatz an der Tagelswangerstrasse, das Alte Schulhaus, die Konstellation aus Kirche und Pfarrhaus sowie die Tiefe der Parzelle in Richtung Süden. Die Schaufassaden führen einen visuellen Diskurs mit ihrer Umgebung, fangen Strassenfluchten ein und markieren Schwellen zwischen öffentlichem Raum und Baukörper.

Funktional überzeugt das Haus durch eine klare Trennung zwischen öffentlich zugänglichen Bereichen und interner Verwaltung. Die von Kunden frequentierten Zonen sind auf Strassenniveau organisiert, die Drittnutzung liegt dem neuen Dorfplatz zugewandt im 1. Obergeschoss. Der sechseckige Grundriss wird mit zweibundtypischen Raumschichten bespielt, die Bewegungsräume vor Kopf schreiben die Figur weiter. Ein durchschreitbares, zentral positioniertes Möbelstück übernimmt kommunikative, strukturelle und funktionale Aufgaben.

Die Freiraumgestaltung knüpft an das gewachsene Ortsbild an und schafft neue Situationen, Durchblicke und atmosphärisch dichte Platzfolgen. Bestehende Beläge werden verbunden, Höhenunterschiede reduziert, und neu gepflanzte Linden sowie eine ökologische Streuobstwiese stärken das dörfliche Kontinuum mit subtiler Geste.

Gemeindehaus und Freiraumgestaltung Dorfkern Lindau

Anonymer einstufiger Projektwettbewerb im offenen Verfahren

Landschaft: Antje Gamert – Architektur und Landschaft
Tragwerk: wh-p Ingenieure
Visualisierung: Moritz Wahl

Der Entwurf für das neue Gemeindehaus in Lindau übersetzt das ortsspezifische Gefüge des Dorfkerns in eine eigenständige, aber selbstverständlich wirkende Figur. Ausgehend von der historischen Rolle Lindaus als ‘Knotenpunkt’ fragt der Baukörper nach einer Geste, die gleichermassen den Ort des Zusammentreffens wie auch des Verzweigens markiert. Entstanden ist ein allseitiges Haus – ein Haus ohne Rückseite. Durch das symmetrische Abwinkeln der Schmalseiten wird ein längs-rechteckiger Stadtbaustein zu einem sechseckigen Volumen transformiert. Es entsteht eine Vervielfachung der Schaufassaden, die sich gleichwertig in alle Richtungen orientieren und auf die unterschiedlichen Nachbarschaften reagieren.

Vier Giebelseiten adressieren markante Punkte im Dorf: den Festplatz an der Tagelswangerstrasse, das Alte Schulhaus, die Konstellation aus Kirche und Pfarrhaus sowie die Tiefe der Parzelle in Richtung Süden. Die Schaufassaden führen einen visuellen Diskurs mit ihrer Umgebung, fangen Strassenfluchten ein und markieren Schwellen zwischen öffentlichem Raum und Baukörper.

Funktional überzeugt das Haus durch eine klare Trennung zwischen öffentlich zugänglichen Bereichen und interner Verwaltung. Die von Kunden frequentierten Zonen sind auf Strassenniveau organisiert, die Drittnutzung liegt dem neuen Dorfplatz zugewandt im 1. Obergeschoss. Der sechseckige Grundriss wird mit zweibundtypischen Raumschichten bespielt, die Bewegungsräume vor Kopf schreiben die Figur weiter. Ein durchschreitbares, zentral positioniertes Möbelstück übernimmt kommunikative, strukturelle und funktionale Aufgaben.

Die Freiraumgestaltung knüpft an das gewachsene Ortsbild an und schafft neue Situationen, Durchblicke und atmosphärisch dichte Platzfolgen. Bestehende Beläge werden verbunden, Höhenunterschiede reduziert, und neu gepflanzte Linden sowie eine ökologische Streuobstwiese stärken das dörfliche Kontinuum mit subtiler Geste.