Deprecated: Die Funktion WP_Dependencies->add_data() wurde mit einem Argument aufgerufen, das seit Version 6.9.0 veraltet ist! Conditional Comments für den Internet Explorer werden von allen unterstützten Browsern ignoriert. in /var/www/vhosts/knaa.ch/httpdocs/wp-includes/functions.php on line 6131
WB Neubau Schule Safenwil 2025 - Dennis Knabe Architekt
DENNIS KNABE

Knabe Architekten GmbH Hafenstrasse 25a
4057 Basel

061 508 11 65
info@knaa.ch

Impressum

Neubau Schule Safenwil

Anonymer einstufiger Projektwettbewerb im offenen Verfahren

in Kollaboration mit Manuel Aust Architekt

Landschaft: PSL Landschaftsarchitekten
Tragwerk: Gruner
Holzbau: Gruner
Brandschutz: Gruner
Visualisierung: Velat Bilgili

Das neue Schulhaus setzt sich wie ein fehlendes Puzzlestück ins Ensemble. Mit seiner L-Form fasst es Hof, Vorplatz und Sportfeld – und bringt Ordnung ins jahrzehntelang Gewachsene. Die Topografie wird dabei nicht geglättet, sondern genutzt: unten öffnet sich das Haus öffentlichkeitswirksam zur Strasse mit Aula und Bibliothek, oben zum Hof mit der Mensa und den Unterrichtszimmern.

Die Architektur folgt einer Haltung der Angemessenheit: Räume sind sorgfältig proportioniert, Funktionen klar strukturiert. Bestehende Qualitäten im Aussenraum werden aufgenommen, Defizite ausgeglichen. Innen führt eine einzige Treppe durch alle Geschosse – einfach und übersichtlich. Mensa, Werkräume und Aufenthaltsbereiche sind so gesetzt, dass sie Begegnung und Bewegung fördern.

Gebaut wird es aus Holz – flexibel in der Struktur, trennbar in der Konstruktion. Beton ergänzt dort, wo er sinnvoll ist: als Fundament und Treppenhauskern, zur Aussteifung und für den Brandschutz. So entsteht eine Konstruktion, die im Wesen vom Holz getragen wird und doch von der richtigen Mischung lebt.

Der Aussenraum wird zur Bühne für alles, was Schule sein kann: Pausenterrassen, Spielfelder, Garten und Streuobstwiese, sogar der alte Spycher findet einen neuen Platz. Lernen, spielen, entdecken – drinnen wie draussen.

So entsteht ein Schulhaus, das nicht bloss Räume bereitstellt, sondern Möglichkeiten eröffnet. Ein Haus, das Freude macht, weil es einfach und selbstverständlich funktioniert.

Die in den 1950er Jahren von Hermann Frey errichtete Primarschulanlage Bannfeld in Olten ist geprägt durch eine lineare Pavillonstruktur des Hauptbaus sowie drei ergänzende Einzelbaukörper für Turnhalle, Singsaal und Kindergarten. Diese ausgelagerten Sondernutzungen zeichnen sich durch eine heterogene Struktur aus, die in ihrer äusseren Ablesbarkeit ihren architektonischen Ausdruck findet. Ein gedecktes Erschliessungssystem durchzieht die Anlage, dessen Betonflachdach auf schlanken Rundstützen ruht und die verschiedenen Baukörper miteinander verbindet.

Neben der architektonischen Qualität des Ensembles ist dessen Einbettung in die komplexe Topographie ein zentrales Thema. Der identitätsstiftende Naturraum mit seinem prägenden Baumbestand wird integraler Bestandteil des Konzepts und beeinflusst Geometrie, Typologie und städtebauliche Setzung des Neubaus. Das vorgeschlagene Projekt verfolgt den Ansatz eines Erweiterungsbaus, der den Bestand weiterdenkt und diesen respektvoll, aber dennoch eigenständig komplettiert. Die Integration eines Re-Use Konzepts erfordert von Beginn an ein Verständnis für eine Konstruktion, die flexibel auf bauliche Toleranzen aus dem urbanen Materialkreislauf reagiert, ohne dabei die architektonische Integrität und gestalterische Präzision zu gefährden.

Der Neubau positioniert sich als quadratisches Volumen auf dem heutigen Parkplatz und fügt sich in die Verkettung der Einzelbaukörper ein. Durch minimalinvasive Erdbewegungen und den Verzicht auf eine Bodenplatte wird der ökologische Fussabdruck des Neubaus signifikant reduziert.

Der Entwurf nimmt die Haltung der bestehenden Einzelbaukörper auf und überführt sie in eine neue Typologie. Ein zentrales Anliegen ist dabei, dem Kindergarten eine klare Adressierung zu verleihen. Ein auf Erdgeschossniveau situierter Hauptzugang bietet eine intuitive Orientierung für Kinder, Eltern und Betreuungspersonal und stärkt die Verbindung zum gedeckten Aussenraum. Die vertikale Organisation um einen zentralen Erschliessungskern folgt einem punktsymmetrischen Prinzip. Die innere Struktur dreht sich dabei um 45° zur orthogonalen Gebäudehülle und ermöglicht so die gleichwertige Anordnung aller Haupt- und Gruppenräume entlang der Fassade. Das zentrale Treppenmöbel fungiert als betriebliche Agora – Ort der Begegnung, des Spiels, der Orientierung.

Die vorgeschlagene Bauteilstrategie basiert auf einem hybriden Konstruktionsprinzip aus Stahlskelett und Holzrahmenbau. Die Primärkonstruktion bleibt sortenrein rückbaubar, während die Bauteile gezielt für Wiederverwendung ausgelegt sind. Glasbausteine als raumbildende Elemente erzeugen Transluzenz und Sichtbezüge, eine Brettsperrholzdecke dient als thermische und akustische Masse. Die Fassade in Holzrahmenbauweise mit vorgehängter Schicht reagiert auf Massvarianzen wiederverwendeter Bauteile und ermöglicht horizontale wie vertikale Anpassungen an gestalterischen Sollbruchstellen. Die Horizontalität des Ausdrucks orientiert sich an einer analytischen Transformation der Bestandsarchitektur.

So entsteht ein Neubau, der durch eine bewusst zurückhaltende Architektursprache überzeugt, sich als Teil des gewachsenen Kontexts versteht und dennoch als eigenständiger Beitrag lesbar bleibt. Zwischen Weiterbauen und Neuformulieren, zwischen Ressourcenbewusstsein und architektonischer Klarheit entsteht ein Kindergarten, der den Ort stärkt – als nachhaltiger, offener und identitätsstiftender Lern- und Lebensraum.

Neubau Schule Safenwil

Anonymer einstufiger Projektwettbewerb im offenen Verfahren

in Kollaboration mit Manuel Aust Architekt

Landschaft: PSL Landschaftsarchitekten
Tragwerk: Gruner
Holzbau: Gruner
Brandschutz: Gruner
Visualisierung: Velat Bilgili

Das neue Schulhaus setzt sich wie ein fehlendes Puzzlestück ins Ensemble. Mit seiner L-Form fasst es Hof, Vorplatz und Sportfeld – und bringt Ordnung ins jahrzehntelang Gewachsene. Die Topografie wird dabei nicht geglättet, sondern genutzt: unten öffnet sich das Haus öffentlichkeitswirksam zur Strasse mit Aula und Bibliothek, oben zum Hof mit der Mensa und den Unterrichtszimmern.

Die Architektur folgt einer Haltung der Angemessenheit: Räume sind sorgfältig proportioniert, Funktionen klar strukturiert. Bestehende Qualitäten im Aussenraum werden aufgenommen, Defizite ausgeglichen. Innen führt eine einzige Treppe durch alle Geschosse – einfach und übersichtlich. Mensa, Werkräume und Aufenthaltsbereiche sind so gesetzt, dass sie Begegnung und Bewegung fördern.

Gebaut wird es aus Holz – flexibel in der Struktur, trennbar in der Konstruktion. Beton ergänzt dort, wo er sinnvoll ist: als Fundament und Treppenhauskern, zur Aussteifung und für den Brandschutz. So entsteht eine Konstruktion, die im Wesen vom Holz getragen wird und doch von der richtigen Mischung lebt.

Der Aussenraum wird zur Bühne für alles, was Schule sein kann: Pausenterrassen, Spielfelder, Garten und Streuobstwiese, sogar der alte Spycher findet einen neuen Platz. Lernen, spielen, entdecken – drinnen wie draussen.

So entsteht ein Schulhaus, das nicht bloss Räume bereitstellt, sondern Möglichkeiten eröffnet. Ein Haus, das Freude macht, weil es einfach und selbstverständlich funktioniert.